Fatsia Japonica (Zimmeraralie)
Breite, glänzende Finger, die einen schon von der Fensterbank aus begrüßen: So fühlt sich das Wohnen mit einer Fatsia japonica schnell an. Diesen handförmigen, tief eingeschnittenen Blättern verdankt sie ihren bekanntesten Beinamen, Zimmeraralie, manchmal auch Japanische Aralie genannt. Die Fatsia japonica gehört zur Familie der Araliengewächse (Araliaceae) und stammt ursprünglich aus den Wäldern Japans, Südkoreas und Taiwans. In der Natur wächst sie im Laufe mehrerer Jahrzehnte zu einem Strauch von etwa vier bis fünf Metern heran, während sie als Zimmerpflanze meist bei anderthalb bis zwei Metern bleibt.
Mit ihrer ruhigen Ausstrahlung und ihrem festen, ledrigen Blatt ist die Fatsia japonica ein dankbarer Blickfang für eine Ecke mit indirektem Licht, drinnen oder, sofern vor Wind und Frost geschützt, auch draußen auf der Terrasse. Bei Decorum stammt diese Zimmeraralie aus dem saisonalen Sortiment des Züchters Kwekerij Laguna.
Wussten Sie schon..
Wussten Sie schon, dass der Name Fatsia vom japanischen Wort „hachi“ stammt, was acht bedeutet, als Anspielung auf die Anzahl der Blattlappen? Zählen Sie die Finger Ihrer eigenen Zimmeraralie nach, landen Sie übrigens öfter bei sieben oder neun als bei acht: Die Natur hält sich nicht immer an ihre eigene Namensgebung.
Fatsia japonica Pflege
Fatsia japonica ist kein anspruchsvoller Mitbewohner: geben Sie ihr Licht und einen festen Gießrhythmus, und sie wächst jahrelang überzeugt weiter. Unsere Pflegetipps im Überblick:
- Geben Sie der Fatsia japonica einen Platz mit hellem, indirektem Licht oder Halbschatten, niemals in der prallen Sonne.
- Halten Sie die Erde leicht feucht: im Schnitt einmal pro Woche gießen, im Sommer etwas häufiger.
- Düngen Sie nur in der Wachstumsphase (Frühling und Sommer) mit Dünger für grüne Zimmerpflanzen.
- Achtung: Der Saft der Zimmeraralie kann die Haut reizen, tragen Sie deshalb beim Umtopfen oder Beschneiden Handschuhe.
Fatsia japonica Pflegetipps
Wie viel Wasser braucht eine Fatsia japonica?
Die Zimmeraralie trinkt wöchentlich Wasser. Ein Gießen pro Woche hält die Erde der Fatsia japonica leicht feucht; im Sommer darf das auf zweimal steigen, im Winter können Sie es ruhig auf einmal alle zwei Wochen reduzieren. Lassen Sie überschüssiges Wasser nie im Topf oder Übertopf stehen, nasse Füße verträgt sie schlecht und Wurzelfäule droht dann. Ist die Erde doch einmal komplett ausgetrocknet, tauchen Sie den Wurzelballen kurz in Wasser mit Zimmertemperatur, so saugt sie sich wieder voll.
Wo sollte eine Zimmeraralie stehen?
Halbschatten ist ihr Lieblingsplatz. Die Fatsia japonica fühlt sich an einem Ort mit hellem, indirektem Licht oder im Halbschatten am wohlsten; zu viel pralle Mittagssonne auf dem Blatt kann Verfärbungen und Schäden verursachen. Drinnen ist die Zimmeraralie eine geschätzte Zimmerpflanze, die auch an einem etwas dunkleren Platz gut zurechtkommt, dort allerdings etwas langsamer wächst.
Kann eine Zimmeraralie auch draußen stehen?
Draußen geht, sofern gut geschützt. Die Zimmeraralie macht sich im Freien im Halbschatten gut, solange sie windgeschützt steht und keinem strengen Frost ausgesetzt ist. Eine gut eingewachsene Fatsia japonica verträgt an einem geschützten Standort Temperaturen bis etwa -10 bis -15°C; bei starker Kälte kann das Blatt vorübergehend schlaff hängen, erholt sich davon aber meist schnell wieder.
Wann topft man eine Fatsia japonica um?
Alle zwei Jahre reicht in der Regel aus. Topfen Sie die Fatsia japonica beim Kauf, im Frühling oder sobald der Topf komplett voller Wurzeln ist, in einen neuen Topf um, der etwa zwanzig Prozent größer ist. Frische Erde mit guter Drainage gibt der Zimmeraralie den Raum, um gesund weiterzuwachsen, und in dieser aktiven Phase erholt sie sich am schnellsten von eventuellen Wurzelschäden.
Braucht eine Zimmeraralie Dünger?
Nur im Frühling und Sommer. Geben Sie der Zimmeraralie in ihrer Wachstumsphase Dünger für grüne Zimmerpflanzen und lassen Sie Herbst und Winter einfach aus. In dieser Ruhephase braucht die Fatsia japonica wenig zusätzliche Nährstoffe.
Ist eine Fatsia japonica giftig?
Die Fatsia ist für Haustiere nicht giftig. Der Pflanzensaft kann bei Kontakt allerdings Hautreizungen verursachen, besonders bei empfindlicher Haut, tragen Sie deshalb beim Umtopfen oder Beschneiden lieber Handschuhe. Von den Beeren wird bei Haustieren aus Vorsicht manchmal abgeraten, und bei kleinen Kindern ist es, wie bei den meisten Zimmerpflanzen, ohnehin ratsam, das Verzehren von Pflanzenteilen zu verhindern.
Muss ich meine Fatsia japonica beschneiden?
Nötig ist es nicht. Das Beschneiden der Zimmeraralie ist aber durchaus erlaubt, vor allem im Frühling: Schneiden Sie lange, kahle Triebe bis knapp über ein Blatt oder einen Seitentrieb zurück, das hält die Fatsia japonica kompakt und regt neuen Austrieb an. Tragen Sie dabei ruhig Handschuhe, auch hier kann der Saft die Haut reizen.
Blüht eine Zimmeraralie?
Drinnen selten, aber es kommt vor. Eine ausgewachsene Fatsia japonica blüht in der Regel im Herbst mit kleinen, cremeweißen Blütendolden, die sich schön vom dunklen Blatt abheben. Auf die Blüte folgen manchmal dunkle Beeren, die der Zimmeraralie noch etwas zusätzlichen Zierwert geben.
Ist eine Zimmeraralie luftreinigend?
Zum Teil ja: Die Zimmeraralie gewann 2011 den Titel Schreibtischpflanze des Jahres für ihre luftreinigenden Eigenschaften, unter anderem dank ihrer breiten Blattfläche. Das macht die Fatsia japonica zu einer schönen grünen Kollegin für zu Hause, im Büro oder im Arbeitszimmer.
Welche Schädlinge bekommt eine Zimmeraralie?
Vor allem Blattläuse und Spinnmilben lauern. Ein zugiger Standort zieht bei der Zimmeraralie häufiger Blattläuse an, während Spinnmilben eher bei trockener Luft zuschlagen. Beide Schädlinge lassen sich sowohl biologisch als auch chemisch bekämpfen; kontrollieren Sie das Blatt der Fatsia japonica regelmäßig, so erkennen Sie einen Befall frühzeitig.
Eigenschaften der Fatsia japonica
Verhält sich Ihre Fatsia japonica nicht wie erwartet? Das kann vorkommen! Die häufigsten Fragen haben wir unten für Sie zusammengestellt:
Warum bekommt eine Zimmeraralie gelbe Blätter?
Meist hängt das mit Licht oder Wasser zusammen. Pralle Sonne, zu trockene Luft oder ein unregelmäßiger Gießrhythmus können bei der Fatsia japonica eine gelbe Verfärbung verursachen. Stellen Sie die Zimmeraralie an einen etwas schattigeren Platz oder passen Sie das Gießen an, dann kommen neue Blätter in der Regel wieder grün nach.
Warum rollen sich die Blätter meiner Zimmeraralie ein?
Die Luft ist oft zu trocken. Warme, trockene Raumluft, besonders während der Heizperiode, lässt das Blatt der Zimmeraralie schnell einrollen. Ein kühlerer Standort und das gelegentliche Besprühen des Blattes mit Wasser bei Zimmertemperatur helfen der Fatsia japonica, sich wieder zu entspannen.
Warum fallen die Blätter meiner Zimmeraralie ab?
Oft ist das einfach ein Zeichen von Alter. Ältere, untere Blätter wirft die Zimmeraralie ganz natürlich ab, das ist kein Grund zur Sorge. Fällt außergewöhnlich viel Blatt ab, steht die Fatsia japonica wahrscheinlich zu trocken oder in zu niedriger Luftfeuchtigkeit; etwas häufigeres Gießen und Besprühen behebt das meist schnell.
Warum hängen die Blätter meiner Zimmeraralie schlaff?
Bei Frost hängt sie vorübergehend schlaff. Nach starker Kälte oder einem kalten Luftzug kann das Blatt der Zimmeraralie eine Zeit lang schlaff hängen, eine Art vorübergehender Schutzmechanismus. Sobald die Temperatur steigt, erholt sich die Fatsia japonica meist von selbst wieder; nur bei anhaltendem, starkem Frost kann bleibender Schaden entstehen.
Lebensdauer der Fatsia japonica
Bei der richtigen Pflege ist die Fatsia japonica eine Zimmerpflanze für den langen Zeitraum. Sie wächst ruhig, aber stetig weiter und kann, sofern regelmäßig umgetopft und an einen passenden Platz gestellt, jahrelang als immergrüner Schmuck im Haus bleiben. Draußen an einem geschützten Ort kann die Zimmeraralie sogar zu einem vollwertigen, mehrjährigen Gartenstrauch heranwachsen.